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2 KommentareWas ist los mit Google?
19. August 2010

Google kämpft derzeit gleich an mehreren Fronten mit Kritik und schlechter Presse. So steht Google in Deutschland vor allem wegen seiner Funktion Google Streetview unter Beschuss. Die Funktion zum Betrachten von 360-Grad-Panoramafotos gibt es bereits für Städte in 23 Ländern der Erde – Deutschland gehört bisher nicht dazu. Dies soll sich nun ändern: Bis Ende dieses Jahres sollen die 20 größten deutschen Städte bei Google Streetview erscheinen.

Dagegen gibt es Widerstand. Kritiker von Google Streetview sehen im Abfotografieren von Häuserfassaden bereits einen Eingriff in die Privatsphäre der Bewohner, Mieter und Eigentümer des jeweiligen Hauses. Dabei fotografiert Google lediglich den öffentlichen Raum – also alles das, was Passanten, die eine Straße entlang gehen, auch sehen und sehen dürfen. Viele Sorgen sind daher unberechtigt: Wer hinter dem Haus ein Sonnenbad nimmt, erscheint nicht auf Google Streetview. Auch kann niemand mittels Google Streetview überwacht oder beobachtet werden. Befürworter von Google Streetview sehen in der Funktion eine Möglichkeit, das Recht, sich frei im öffentlichen Raum bewegen zu dürfen, besser wahrnehmen zu können. Schließlich lassen sich im Internet auch Orte anschauen, an denen man sich gerade nicht physisch aufhält. Wer verhindern möchte, dass ein Nachbar Widerspruch gegen die Veröffentlichung des eigenen Hauses bei Google einlegt, dem sei die Seite von Sascha Lobo empfohlen. Hier gibt es eine Widerspruchs-Widerspruch-Vorlage.

Weiteres Thema sind Googles Verhandlungen mit dem US-amerikanischen Telekommunikationsunternehmen Verizon. Hier geht es um die Entwicklung des Internets insgesamt und um die Frage, welche Rolle Netzneutralität in Zukunft spielen soll.

Worum geht es?

Netzneutralität bedeutet die gleichberechtigte Übertragung verschiedener Datenpakete im Internet. Es ist zum Beispiel egal, ob man eine Email empfängt oder versendet, einen Film auf Youtube anschaut oder eine Website besucht. Nur in einem neutralen Netz lassen sich, so die Befürworter von Netzneutralität, Meinungsfreiheit, Demokratie und Innovationskraft des Internets gewährleisten.

Andere Interessen verfolgen hingegen die Netzbetreiber. Sie stellen die Infrastruktur zur Übertragung von Daten bereit und könnten – bei Einschränkung der Netzneutralität – deutlich mehr Gewinn mit ihren Netzen erzielen. So könnten sie beispielsweise bestimmten Content bevorzugt behandeln und sich dies vom Anbieter des Contents bezahlen lassen. Vorstellbar wäre zum Beispiel, dass Youtube für eine bessere Datenübertragung Geld an die Netzbetreiber bezahlt.

Ergebnis der zehnmonatigen Verhandlungen zwischen Google und Verizon ist ein gemeinsamer Vorschlag darüber, wie Netzpolitik in Zukunft gehandhabt werden sollte. Grundsätzlich soll – nach Vorstellungen der beiden Konzerne – die Netzneutralität im Festnetz erhalten bleiben. Einschränkungen im Mobilfunknetz werden hingegen nicht ausgeschlossen. Die Meinungen, warum sich Google auf dieses Ergebnis eingelassen hat, sind unterschiedlich. Bisher gehörte Google zu den Verfechtern strenger Netzneutralitäts-Regeln. Interessant ist hierzu der Artikel von Kristian Köhntopp: Er erklärt, warum Netzneutralität im Mobilfunknetz schon allein aus technischen Gründen nicht immer gewährleistet werden kann. Ein Kernargument ist, dass die Qualität der Datenübertragung im Mobilfunknetz stark variieren kann – je nachdem, wie viele Nutzer gleichzeitig ins Netz wollen. Ist das Netz überlastet, so muss es eine Möglichkeit geben zu entscheiden, welche Datenpakete übermittelt werden und welche nicht.

Letztendlich sind in der Diskussion um Google die Themen Streetview und Netzneutralität eher zweitrangig. Viel interessanter ist doch Googles Umgang mit den Daten seiner User. Dazu sagte Prof. Thomas Hoeren in der Sendung Zapp vom 18.08.2010: “Google muss die datenschutz- und datensicherheitsrelevanten Informationen heraus rücken.” Dem ist nichts hinzuzufügen!

Thomas Hoeren



0 KommentareNeues von Google
11. June 2010

Viel Neues gibt es derzeit von Google zu berichten: die Opt-out-Funktion bei Google-Analytics haben wir ja bereits auf brainosphere.de vorgestellt.

Seit letzter Woche ist zudem auch Google-Wave frei verfügbar. Bisher konnte das Online-Tool nur nutzen, wer zuvor von einem Wave-User eingeladen worden war. Von nun an wird nur noch ein Google Mail Account benötigt. Google Wave dient der Zusammenarbeit und Kommunikation in Echtzeit. Vorstellen lässt es sich sich als eine Art Online-Plattform auf der Dokumente abgelegt und und von mehreren Nutzern gleichzeitig bearbeitet und kommentiert werden können.

Weitere Neuheiten wurden am Mittwoch vorgestellt. So ist die Google Maps Navigation nun auch in Deutschland verfügbar – wenn auch vorerst nur für Google-Handys. Vorteil der Software ist nicht nur, dass sie kostenlos ist. Anders als bei anderen Navigationsgeräten wird bei Google Maps Navigation die Google Suche integriert. Wer beispielsweise den Begriff “Arzt” eingibt, erhält eine Auflistung aller Arztpraxen in der Umgebung.

Ebenfalls am Mittwoch vorgestellt wurde Voice Search. Smartphone-Nutzer müssen ihre Suchanfrage nun nicht mehr eintippen, sondern können sie einfach ins Telefon sprechen. Verfügbar ist die Option für Android-Systeme ab Version 1.6 sowie als App für das iPhone.




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01. January 2010

…in Berlin-Charlottenburg, in der Kantstraße 91, 10627 Berlin

und in der Holtzendorffstraße 20 (Ecke Kantstraße), 14057 Berlin.


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